Koeleria macrantha (Zierliche Kammschmiele)

Koeleria macrantha (Ledeb.) Schult. (Synonym: Koeleria gracilis Pers. = Zierliche Kammschmiele oder Zierliches Schillergras) wächst gerne an trocken-warmen, kalkhaltigen, nicht dicht bewachsenen Stellen. Das Areal erstreckt sich von Europa bis nach Asien und Nordamerika. Die extrem schwankenden Chromosomenzahlen (14-70) erklären die ausserordentliche Variabilität der Art.

Wo wächst Koeleria macrantha?

Die Art bevorzugt lückige Stellen in trocken-warmer Vegetation. Wahrscheinlich ist sie empfindlich auf Störungen und ist der Konkurrenz sich rasch ausbreitender Arten nicht gewachsen.

Standort: Oft lückige, trocken-warme Stellen

Erscheinungsbild (Habitus)

Die nicht sehr hoch werdende Pflanze (30-40 cm) wächst locker-horstig. Nur wenige Halmblätter werden gebildet, dafür viele vegetative Grundtriebe.

Horstartiger Wuchs


Einzelpflanze (präfloral)

Das Gras ist hübsch, sei es in Vollblüte, präfloral oder postfloral. In Vollblüte weitet sich der Blütenstand, und der rispige Bau wird deutlich.

Blütenstände (präfloral und postfloral)

Blätter: Haare; Querschnitt

Meist sind die schmalen Blätter an der Unterseite (abaxial) wie auch an der Oberseite dicht behaart, aber auch beinahe kahle Pflanzen gibt es. Die Oberseite ist geprägt durch mehrere, breite Rippen.

Behaarung und oberseitige Rippen


Blattquerschnitt mit starken Rippen

Ligula

Das Blatthäutchen (Ligula) ist sehr kurz und in einigen Populationen durchaus bewimpert. Der Blattgrund weist oft noch seitlich "Glashaare" (= sehr lange, etwas steife Wimpern) auf.

Ligula (hier bewimpert) und seitliches "Glashaar"

Untere (abaxiale) Blattepidermis

Die untere Blattepidermis ist -bei fast allen Koeleria-Arten- deutlich in Längsstreifen gegliedert. Nerv (costa, vein) und Zwischenzone (intercosta) wechseln ab. Die etwas schmäleren Costalzonen enthalten Lang- und Kurzzellen, die etwas breiteren Intercostalzonen Lang- und Kurzzellen, Stachelhaare (prickles), Makrohaare und Spaltöffnungen.

Abaxiale Epidermis: C = Costalfeld, IC = Intercostalfeld, Sh = Stachelhaar, Mh = Makrohaar


Sp = Spaltöffnung, Sh = Stachelhaar, Lz = Langzelle, Kz = Kurzzelle


Stachelhaare und Makrohaare

Blütenstand; Aehrchen ; Blüten

Direkt unterhalb des Blütenstandes, der nur in der Vollblüte die rispige Natur erkennen lässt, ist der Halm kahl oder etwas kurz-flaumig. Ein Aehrchen besteht aus wenigen Blüten. Hüll- und Deckspelzen sind nicht grundsätzlich verschieden, wohl aber die völlig durchsichtige, zweispitzige Vorspelze.

Feine Behaarung unterhalb des Blütenstandes


HS = Hüllspelze, DS = Deckspelze, VS = Vorspelze

 
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