Nepenthes madagascariensis: Kannenformen, Peristom-Bau, Verdauungsdrüsen

Nachfolgend werden Kannenformen aus der näheren und weiteren Umgebung von Fort Dauphin (Tolanaro) und von Tamatave (Toamasina) vorgestellt.
Ueber den Bau des Peristoms von N. madagascariensis werden neuere Ergebnisse bildlich festgehalten.
Siehe auch: Rudolf Schmid-Hollinger, Nepenthes-Studien V, 1979.

Kannenformen


Trichterförmige Langtriebkannen


Bauchig-zylindrische Uebergangskannen


Bauchig-urnenförmige Bodenkannen

Deckel und Nektardrüsen

Der rundliche bis nierenförmige Deckel ist gelegentlich vorn eingebuchtet. Die Drüsen sind gross, rund bis oval und gehäuft an der Basis des Deckels.

Deckelunterseite mit Nektardrüsen

Peristomschnitte

Der äussere Peristomrand ist recht kurz und eingerollt, der innere Rand dagegen mehrfach länger.

Peristomschnitte (A = aussen, I = innen)

Peristomrillen

Neben mehr oder weniger stumpfen Rippen, die entfernt bis eng stehen, fallen die feinen Rillen dazwischen auf (10 - 20 feine Längsrillen).

Peristom: Rippen und Rillen

Kraushaare

Unterhalb des äusseren Peristomrandes liegt das Kraushaar-Band, das allen Nepenthesarten gemeinsam ist und mit Hilfe des Deckelrandes die werdende Kanne verschliesst ("Velcro").


Kraushaar-Band (KH = Kraushaare)

Peristomdrüsen

Der innere Kragenrand enthält Nektar-Drüsenmündungen. Diese Mündungen liegen neben den Zähnen. Bei N. madagascariensis liegen nicht alle Drüsenmündungen vorn am Rand, einige enden bereits vorher. Zudem enden Drüsen beidseitig des Kragenrandes, d.h. ausserhalb und innerhalb oder (anders gesagt) oberhalb und unterhalb des Kragenrandes. Der Peristomrand (Kragenrand) ist unregelmässig gebaut, und die Zähne selbst sind unscheinbar klein!


Nicht alle Drüsenmündungen enden am Rand!


Drüsenmündungen oberhalb (ausserhalb) und unterhalb (innerhalb) des Kragenrandes


Angeschnittene Drüsen beidseitig des Kragenrandes (siehe blaue Striche)

Verdauungsdrüsen

"Die Kannen-Verdauungsdrüsen sind unterhalb des Peristoms klein und von Epidermistaschen überdeckt. In Richtung Kannengrund nimmt ihre Grösse ständig zu und ihre Epidermis-Bedeckung ab. Der Kannengrund ist bedeckt mit grossen, flachen, dunklen, runden bis querovalen Verdauungsdrüsen" (Zitat aus Schmid-Hollinger, 1979).

Trichterkannen ohne, andere Kannen mit variabler Gleitzone


Drüsengrösse und Epidermistasche (vom Peristom bis zum Kannengrund; verschiedene Vergrösserungsstufen)

 
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