Der Simplonpass - mehr als nur ein Durchgangspass!

Wer in Uebereile den Simplonpass überquert, wird von seinen landschaftlichen und blühenden Schönheiten kaum etwas bemerken. Fast jede Jahreszeit bietet aber dem aufmerksamen Gast eindrückliche Bilder!

Schallberg

Am Schallberg dominieren Föhren. An den Trockenhängen, besonders an felsigen Stellen, wachsen äusserst genügsame Pflanzen.

Matthiola valesiaca (Walliser Levkoje)


Oben: Teucrium montanum (Berg-Gamander)

Unten: Globularia cordifolia (Herzblättrige Kugelblume)


Links: Polygala chamaebuxus (Buchsblättrige Kreuzblume)

Rechts: Stipa spec. (Federgras)

Berisal, oberes Gantertal

Auf der Nordseite des Gantertales gibt es hochstämmige Fichten. Diese werden aber simplonwärts bald abgelöst durch alles beherrschende Lärchenwälder.

Südlich exponiert:

Dianthus carthusianorum (Kartäuser-Nelke) und Acinos alpinus (= Satureja alpina, Steinquendel)


Nördlich exponiert (Hochstaudenfluren):

Cicerbita alpina (Alpen-Milchlattich)

Simplonkulm

Neben zerstreuten Lärchen und Arven gibt es viel Zwerggebüsch. Ausgedehnte Alpweiden beherbergen eine prachtvolle Flora. Neben felsigen Stellen liegen sumpfige Mulden.
Sturmartige Winde legen im Winter oft viele Zwergbüsche bloss. Diese Zwergbüsche haben aber vorgesorgt: Durch frühzeitige Zuckereinlagerung in ihren Blättern haben diese Pflanzen ihre Frostresistenz gesteigert.

Pulsatilla apiifolia (Schwefel-Anemone)


Rhododendron ferrugineum (Rostblättrige Alpenrose)


Alpenrosen haben röhrenförmige bis glockenförmige Kronen


Gentiana acaulis (Kochscher Enzian)


Oben: Centaurea nervosa (Federige Flockenblume)

Unten: Trifolium badium (Braun-Klee)


Campanula excisa (Ausgeschnittene Glockenblume)


Polsternelke (Silene acaulis)


Links: Saxifraga aizoides (Bewimperter Steinbrech)

Rechts: Pinguicula leptoceras (Dünnsporniges Fettblatt)


Eriophorum spec. (Wollgras)


Epilobium angustifolium (Schlag-Weidenröschen)


Apere Stellen auf dem Simplon (durch Schneeschmelze oder durch starke Windverwehungen entstanden); Zwergbüsche schützen sich durch höhere Frostresistenz (Zuckereinlagerung)

Simplon-Südseite

Beim Engeloch bemerken wir auf den Gneisfelsen einen auffälligen, grossen Steinbrech (Saxifraga cotyledon).
Bei Gondo, am Eingang zum Zwischbergental, treten mitten im Grobgeröll knorrige Buchen auf (das trockene Innerwallis kennt keine Buchen). Gondo liegt bereits am Rande Insubriens.

Saxifraga cotyledon (= Saxifraga halleri, Strauss-Steinbrech)


Imposante Buchen am Eingang zum Zwischbergental

 
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