Drosophyllum: Gerettet durch extensive Bewirtschaftung

Korkeichenwald im nordwestlichen Alentejo
Korkeichenwald im nordwestlichen Alentejo

Konkurrenzdruck

Eine ganze Palette von Pflanzen nistet sich rasch ein: Pinus, Ericaceen, Lavendel, Ginster aller Art (Ulex, Stauracanthus, Genista) und Zistrosen. Der Boden wird von diesen Sträuchern bedeckt; Lichtmangel herrscht auf dem Boden.
Drosophyllum wird von den Sträuchern allmählich überdeckt
Drosophyllum wird von den Sträuchern allmählich überdeckt
Drosophyllum wird nur wenige Jahre alt (allerbestens ein Jahrzehnt). Das passt aber sehr gut in diese Dynamik.
Alt gewordene Drosophyllum-Pflanzen; linkes Bild: Ueberreste von Verbänderungen (2008 festgestellt)
Alt gewordene Drosophyllum-Pflanzen; links: Ueberreste von Verbänderungen (2008 festgestellt)

Extensiv - intensiv

Werden alle Kleinräume beseitigt (= intensive Pflege), verschwindet die Mannigfaltigkeit in diesen Wäldern. Wahrscheinlich ist es der modernen (maschinellen) Bearbeitung zu verdanken, dass die Kleinräume um die Bäume stehen bleiben, zum Vorteil für das ganze Oekosystem.
Restpopulation um Korkeiche
Restpopulation um Korkeiche
Samenflug von Drosophyllum (rote Pfeile); Neupflanzen (weisse Pfeile)
Samenflug von Drosophyllum (rote Pfeile); Neupflanzen (weisse Pfeile)
Drosophyllum: Gehäufte Jungpflanzen
Drosophyllum: Gehäufte Jungpflanzen

Dynamik und Vielfalt

Durch die Restpopulationen etablieren sich sehr rasch viele Arten (natürlich spielt der Samenvorrat im Boden auch eine grosse Rolle). Insekten und Wirbeltiere haben Nahrung und Schutz.
Drosophyllum und Lavendel
Drosophyllum und Lavendel
Lavendel, Lack-Zistrose
Lavendel, Lack-Zistrose
Zistrosenschmarotzer (Cytinus) und Dingel (Limodorum)
Zistrosenschmarotzer (Cytinus) und Dingel (Limodorum)
Natter
Natter

Kennarten

Im nördlichen Alentejo wurde eine Assoziation beschrieben, in der Drosophyllum gelegentlich vorkommt. Als typische Arten werden genannt: Cistus psilosepalus, Stauracanthus spec., Genista triacanthos. Name der Assoziation: Halimio ocymoidis - Cistetum psilosepali.
Cistus psilosepalus hat grossere Blüten als C. salvifolius und etwas breitere Blätter als C. monspeliensis. Ihre Kelchblätter sind stark zurückgekrümmt.
Cistus psilosepalus
Cistus psilosepalus
Cistus psilosepalus: Details
Cistus psilosepalus: Details
Stauracanthus spec. zeigt ein typisches Dornenmuster. Die Seitendornen zweigen fast waagrecht ab, und die Blüten sind mehr oder weniger haarig.
Stauracanthus spec.
Stauracanthus: Details
Stauracanthus: Details
Genista triacanthos hat fast sitzende Dreierblättchen und ein typisch-überlanges Schiffchen.
Genista triacanthos
Genista triacanthos
 
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