Koeleria cenisia

Koeleria cenisia Reuter (Mont-Cenis-Kammschmiele) ist eine Gebirgsart (Orophyt) der Westalpen mit dem Zentrum "Savoie-Hautes Alpes".
Synonyme sind: K. brevifolia Reuter; K. reuteri Rouy.
Die Art wächst bevorzugt auf kalkhaltigen Bündnerschiefern (schistes lustrés calcaréo-argileux).
Koeleria cenisia als Pionierpflanze auf Fels
Koeleria cenisia als Pionierpflanze auf Fels
K. cenisia als polsterartige Horstpflanze im Grenzgebiet F/I
K. cenisia als polsterartige Horstpflanze im Grenzgebiet F/I

Blätter

Die sehr kurzen und schmalen Grundblätter von 1-3(4) cm Länge stehen dicht nebeneinander und fallen durch ihre blaugrüne Farbe auf.
Kurze, schmale, blaugrüne Blätter
Kurze, schmale, blaugrüne Blätter
Untere, stehen gebliebene, etwas verdickte Blattscheiden
Untere, stehen gebliebene, etwas verdickte Blattscheiden

Blattbau, Scheide, Ligula

Die Blattfläche wird durchzogen von wenigen, breiten Adern, die auf ihren Kuppen durch Sklerenchym geschützt sind.
Die Blattscheiden sind kurzhaarig und am oberen Ende gelegentlich gar wimperig.
Die Blattflächen erscheinen kahl, haben aber oft auch Kurzhaare.
Die kurze Ligula ist mit deutlichen Randwimpern versehen, die allerdings bei den wenigen Halmblättern stark reduziert sind; zudem ist die Ligula oft in wenige Teile zerschlitzt.
Obere Blattfläche (weisse Striche weisen auf Kurzhaare); Querschnitt (gelbe Striche = Sklerenchymkuppen)
Obere Blattfläche (weisse Striche weisen auf Kurzhaare); Querschnitt (gelbe Striche = Sklerenchymkuppen)
Blattscheiden kurzhaarig bis bewimpert
Blattscheiden kurzhaarig bis bewimpert
Ligula meist bewimpert
Ligula meist bewimpert

Rispe, Rhachis

Das hübsche, kleine Gras (bis 25 cm Höhe) hat kompakte Rispen von 1,5-4 cm Länge. Halm und Rhachis sind kahl; die Rhachis ist gelegentlich rau. Auch das Halmende (unter der Rispe) zeigt etwa Kurzhaare.
Postflorale Rispen
Postflorale Rispen
Halmende und Rhachis (H = Halm; R = Rhachis; schwarzer Strich = gelegentlich Kurzhaare)
Halmende und Rhachis (H = Halmende; R = Rhachis; schwarzer Strich = gelegentlich Kurzhaare)

Koeleria vallesiana (Walliser Kammschmiele)

Die Walliser Kammschmiele, die sehr weit verbreitet ist (siehe bio-schmidhol.ch unter Koeleria vallesiana), wird offenbar oftmals verwechselt mit der weitaus selteneren K. cenisia.
K. vallesiana s.l. hat aber netzartig zerfasernde Scheiden und ist sehr vielgestaltig (mit unterschiedlichen Chromosomenzahlen).
K. vallesiana mitten unter Rhamnus spec. (Maurienne)
Koeleria vallesiana mitten unter Rhamnus spec. (Maurienne)
Fasernetz (zerfallende Scheiden) von K. vallesiana
Fasernetz (zerfasernde Scheiden) von K. vallesiana
 
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