Schmetterlingsblütler (Fabaceae)

Trifolium rubens

Dieser attraktive Klee ist eine Charakterart trockener Wald- und Heckensäume. Solche Saumgesellschaften enthalten oft auch den Blutroten Storchenschnabel (Geranium sanguineum). Der Name dieser thermophilen Saumgesellschaften lautet entsprechend: Geranion sanguinei.

 

In osteuropäischen Eichen-Trockenwäldern tritt der Purpurklee auch inmitten dieser lückigen Wälder auf.

Trifolium rubens (Purpur-Klee); Mund, VS

Bestand von Trifolium rubens in der Walliser Felsensteppe; Mund-Eggerberg

Purpurklee: Nie mit Kleezeichnung?

Rot- und Weissklee sind bekannt für die häufig auftretenden Kleeblattzeichnungen, auch "Kleezeichnungen" oder sehr oft "Querbinden" genannt. In der ersten Auflage des Hegi (Band IV) steht: "nie gefleckt". Die folgenden Bilder sollen aber zeigen, dass gelegentlich doch solche Querbinden auftreten.

Trifolium rubens-Bestand mit gefleckten Blättern; Zwischbergental,VS

Querbinden von Trifolium rubens; Zwischbergen,VS

Trifolium rubens im lückigen Flaumeichenwald; Velebit-Gebirge, Kroatien

Blattzeichnung von Trifolium rubens; Velebit-Gebirge, Kroatien

Trifolium medium mit Querbinden

Es ist anzunehmen, dass die Möglichkeit, Querbinden auszubilden, innerhalb einer Gruppe verwandter Kleearten genetisch verankert ist. Ob diese Gene aktiviert werden, wird von Art zu Art verschieden sein.

 

Allerdings ist in unserem Falle noch eine andere Hypothese möglich: Fanden hier Einkreuzungen mit dem Mittleren Klee (Trifolium medium) statt?