Spinnen

Spinnen erzeugen oft Ekel und Angst. Warum eigentlich? Neben ihrem oft hoch entwickelten Verhalten gibt es nicht wenige, die mit sehr schönen Farben und Mustern gehörig beeindrucken!

Bedeutung in Oekosystemen

Ihre Bedeutung in unseren Oekosystemen wird gewaltig unterschätzt: Angenommen wird, dass auf einem Hektar Wiesland über eine Million Spinnen leben, die pro Jahr nicht weniger als 500 Kilogramm Insekten fangen und aussaugen!

Merkmale

Spinnen sind Achtbeiner mit 8 Punktaugen. Sie haben keine Verwandlung (Metamorphose) und häuten sich nur während des Wachstums. Sie sind gegliedert in 2 Teile: Kopfbrust (Vorderkörper) und Hinterleib (Hinterkörper). Die Kopfbrust trägt die Mundwerkzeuge mit den Giftzangen und Tastern, sowie die 8 Beine. Die Beine sind Universalwerkzeuge (Tasten, Hören, Riechen, Schmecken). Im Hinterkörper befinden sich die Spinndrüsen und 6 Spinnwarzen.

Raubspinne mit 8 Punktaugen und kräftigen Mundwerkzeugen (Cheliceren); Senckenberg-Museum

Riesenkrabbenspinne (Heteropoda spec.): Eier-Kokon wird mit den Cheliceren getragen; Senckenberg-Museum

Unterschiede Spinnen - Insekten

Kopfbrust-Hinterleib (I: Kopf, Brust, Hinterleib)

8 Beine (I: 6 Beine)

8 Punktaugen (I: 2 Komplexaugen und 3 Punktaugen)

Tracheen und Fächerlungen (I: Tracheen)

Nie Flügel (I: meist 4 oder 2 Flügel)

Radnetzspinnen (Gattung Araneus)

Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus); Entfelden

Eichblatt-Radspinne (Araneus ceropegius); Ardez

Vierfleck-Kreuzspinne (Araneus quadratus); Simplon

Weitere Spinnen

Wespenspinne, Zebraspinne (Argiope bruennichi) mit Beute

Cyrtophora citricola; Riviera

Kanaldeckelspinne (Cyclocosmia spec.); Senckenberg-Museum

Bananenspinne; Seychellen

Spinne in den Cameron Highlands, Malaysia